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Frauenbund zu Gast bei Münchner Traditionsbäckerei











Auf regionale Rohstoffe wird Wert gelegt. Das Geheimnis der guten Qualität.

Geisling (eg) Einen lange geplanten Besuch der mittelständischen Bäckerei und Konditorei Traublinger in München verband der Frauenbund mit dem anschließenden Besuch des Christkindlmarktes. Die 50 Frauen wurden zunächst von dem Betriebsleiter, Bäckermeister  Stefan Grabsch, empfangen und mit den wichtigsten Größenangaben des Betriebes bekannt gemacht. Die Bäckerei Traublinger, die bald ihr 100-jähriges  Jubiläum feiern kann, grenzt sich mit der handwerklichen Arbeitsweise von einer industriellen Fertigung ab. 


Das erfolgreiche Unternehmen führt die Akzeptanz seiner Kunden darauf zurück, dass es in der Produktion und Kundenberatung die Handwerkstradition als Firmenphilosophie beibehalten hat. Nach dem Motto, das Alte bewahren und sich dem Neuen nicht zu verschließen vollzog der umweltbewusste Geschäftsmann die notwendigen Schritte um im Konkurrenzkampf mit Qualität am Markt zu bestehen.


Bayerische Rohstoffe bevorzugt

Die Mitglieder des Frauenbundes waren aufmerksame Zuhörer als Bäckermeister Grabsch den Tagesablauf im Betrieb schilderte. Dank der Maschinen sei der Bäckerberuf auch für kreative Mädchen alltäglich geworden. Was es mit den Typenbezeichnungen bei Mehl auf sich hat und  weshalb große luftige Semmeln schnell trocken schmecken, erfuhr man aus berufenem Munde. Warum den Lieferungen der kleineren bayerischen Mühlen der Vorzug gegeben werde und dafür bei Brot und Semmeln ein angemessener Preis bezahlt werden müsse, verstehen die Besucher aus dem Regensburger Umland nur zu gut aus eigener Erfahrung. 

                  

Hausfrauen sind besonders empfänglich für Tipps aus der Konditorei. Hier konnte man sich von der Herstellung in Handarbeit beim Lebkuchenglasieren selbst überzeugen. Einen Blick in das Rohstofflager und die Mehlsilos war erlaubt, wo im Laufe eines Jahres ca. 580 Tonnen Mahlerzeugnisse aufbereitet werden. Fleißige Bäcker waren noch dabei Mini Plunder zu füllen und für die Produktion des nächsten Tages einzufrieren. Ein nicht geringer Anteil an Zeitaufwand werde mit der Reinigung von Maschinen aufgewendet.  Aber das Herzstück des Betriebes sind die Öfen. Betriebsleiter Grabsch erklärte die unterschiedlichen Ofentypen und ihre Vorzüge. Zahlen in Euro und Cent verdeutlichen, dass der Fortschritt teuer bezahlt werden muss. Auch Kunden bedienen sich der Möglichkeit per Computer individuelle Wünsche mit genauen Vorlagen der Tortenverzierung mittels Email zu bestellen. Letzte Station der hergestellten Ware sei der Versandraum. Für jede der 22 Filialen ist ein eigener Bereich vorgesehen. Beliefert werden ebenso auch Hotels und Kantinen. Im Schulungsraum im ersten Stock waren Torten für feierliche Gelegenheiten und Anlässe wie Hochzeiten aufgebaut. Auf die Ausbildung angehender Verkäuferinnen legt der Betrieb besonderen Wert. Nicht umsonst leistet sich der Ausbildungsbetrieb eine Ladentheke mit Kassenanlage zu Schulungszwecken.  Die Vorsitzende des Frauenbundes, Emma Donner, bedankte sich für die interessante Führung. Doch die Frauen wurden noch zur Kostprobe der Laugenbrezeln und einem Getränk eingeladen. Ein kleiner Traublinger Stollen lag für alle bereit.  


Vom Weihnachtszauber gefangen

Den Rest des Tages nahm ein Besuch auf dem Münchner Christkindlmarkt und eine Shoppingtour im Outlet Center bei Ingolstadt in Anspruch. Am Marienplatz war gerade die letzte Melodie des Glockenspiels verklungen, das täglich um 11 Uhr vom Rathausturm ertönt. Zwischen den vielen bunten Buden mit Weihnachtsschmuck und Glühweinausschank scheint die Zeit zurückversetzt - eine konservierte Atmosphäre – inmitten der Kulisse des alten und neuen Rathauses mit dem großen beleuchteten Christbaum davor. Nach gut einer Stunde Fahrt bot die ästhetische Kulisse des Outlet Centers mit den namhaften Firmen der Modeateliers eine Szenerie mondäner Reize. Trotz der kalten Temperaturen lockten die komponierten Düfte mit Zimt - die nach erprobten Tests Glücksgefühle auslösen - Kaufinteressenten durch die geöffneten Türen in die Läden. Die Mitglieder des Frauenbundes Geisling waren mit dem Ausflug hoch zufrieden, konnte doch auch bei der letzten Station noch mancher Weihnachtswunsch erfüllt werden. Gut und sicher durch das einsetzende Schneetreiben steuerte Siegfried Holzer, wie so viele Male zuvor, den Reisebus in heimatliche Gefilde zurück.